Minikurse

BESCHREIBUNG DER MINIKURSE

Im Minikurs setzen sich die Teilnehmenden mit einem bestimmten Thema auseinander, dessen  Ablauf, Vertiefung und Ergebnisse kollektiv, konkret und praxisorientiert aufgebaut werden. Der Minikurs dauert 3 Std. (90 Min. am 29.07. und 90 Min. am 30.07.) und wird auf Deutsch geleitet. Er kann mehrere Phasen umfassen (Einstieg, Gruppenarbeit, interaktive Übungen mit vorgegebenen sofort anwendbaren Materialien, Ergebnisse, Diskussion, Reflexion u. a.). Außerdem werden die  Teilnehmenden selbst  aktiv, indem sie Unterrichtseinheiten, Projekte, Materialien erstellen und diese dann untereinander austauschen.  

PRIMAR UND SEKUNDARBEREICH

Susanne Schneider

Susanne Schneider (Cornelsen Verlag)

Alle im Blick: Auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel

Binnendifferenzierung aus dem Lehrwerk heraus gedacht

Binnendifferenzierung gehört zum professionellen Selbstverständnis von DaF-Lehrkräften – zugleich wird sie im Unterrichtsalltag häufig als aufwendig, materialintensiv oder schwer steuerbar erlebt. Besonders bei der Arbeit mit Lehrwerken stellt sich oft die Frage, wie sich der vorgegebene Lernweg flexibel nutzen lässt.

Dieser praxisorientierte Minikurs zeigt, wie Binnendifferenzierung aus dem Lehrwerk heraus gedacht und umgesetzt werden kann. Auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse der Motivationsforschung werden praxiserprobte Strategien vorgestellt, mit denen sich bestehende Aufgabenformate lernwirksam variieren, öffnen und differenzieren lassen. Im Fokus stehen konkrete Unterrichtsbeispiele zu Wortschatzarbeit, Strukturtraining und kommunikativen Aufgaben, die mit gängigen Lehrwerken kompatibel sind. Ergänzend wird aufgezeigt, wie analoge Erweiterungen, digitale Werkzeuge und ausgewählte KI-Tools genutzt werden können, um adaptive Lernwege zu gestalten – ohne zusätzlichen Materialaufwand und ohne das Lehrwerk aus dem Blick zu verlieren.

Biographie:

Susanne Schneider absolvierte ihr Magisterstudium an der Freien Universität Berlin und führte ihre sprachwissenschaftlichen Forschungen an der Scuola Normale Superiore di Pisa, der University of Oxford sowie der Università Ca‘ Foscari Venezia fort. Aus Leidenschaft für den Praxisbezug spezialisierte sie sich als freiberufliche DaF-Lehrerin, Fortbildnerin, Autorin und Expertin für Fachdidaktik. In Zusammenarbeit mit dem Cornelsen Verlag steht sie Lehrkräften weltweit durch Fortbildung und Beratung zur Seite. Sie ist zudem als DLL-Trainer*innen-Ausbildnerin, DLL-Trainerin, Fortbildnerin sowie zertifizierte Prüferin im Netzwerk des Goethe-Instituts tätig.

SEKUNDARBEREICH

Urs Luger

Urs Luger (Hueber Verlag)

Dem Täter auf der Spur: Krimispiele und Krimischreiben im DaF-Unterricht

Nichts fesselt Lernende so sehr wie ein ungelöster Fall! In diesem Kurs zeigt Ihnen ein Krimiautor, wie Sie Krimis gezielt für den kreativen Fremdsprachenunterricht nutzen können. Denn diese spannenden Geschichten sind weit mehr als Unterhaltung – sie sind ein tolles Werkzeug, um Lesefertigkeit, Landeskunde, Kreativität, Schreiben und mündliche Kommunikation spielerisch zu vermitteln und zu trainieren.

Wir tauchen ein in die Welt der Ermittler:innen, Tatorte und Verdächtigen. Sie werden mit den wichtigsten Elementen eines guten Krimis vertraut, verfassen selbst Mikrokrimis und sehen, wie man diese als spannende Kreativübungen im Unterricht einsetzen kann. Darüber hinaus werden auch andere Krimi-Kurzübungen vorgestellt, für einen ersten Einstieg ins Thema oder als Energizer zwischendurch.

Weiters beschäftigen wir uns mit Krimispielen, die die Interaktion und Kommunikation im Unterricht fördern, und Sie erhalten zahlreiche Tipps, wie Sie ähnliche Spiele ganz leicht selbst erstellen können. Als Highlight entwickeln wir gemeinsam direkt im Kurs einen eigenen Krimi.

Und nicht zuletzt sehen wir uns an, wie Künstliche Intelligenz beim Plotten und der Materialerstellung helfen und außerdem blitzschnell Illustrationen für Sie und Ihre Lernenden generieren kann.

Biographie:

Urs Luger lebt als freier Autor (u. a. für den Hueber Verlag und das Goethe-Institut) in Wien und wo immer es ihn auf der Welt hinverschlägt. Nach langjähriger Unterrichtstätigkeit in verschiedenen Ländern an Universitäten, Schulen und in der Erwachsenenbildung leitet er heute international Fortbildungen und Workshops mit Schwerpunkten auf kreativem Schreiben in seinen vielfältigen Facetten, KI und Gamification sowie Theater.

SEKUNDAR- UND HOCHSCHULBEREICH

Claudia-Riemer-(DAAD)

Claudia Riemer (DAAD)

Fremdsprachendidaktisches Forschen und Lehren mit Dhoch3: Modul 8

Kurzbeschreibung:

Dieser Mini-Kurs richtet sich an (junge) Lehrende, Forschende, Studierende und Promovierende, die sich auf eine kurze Reise in die Welt der Erforschung des Lernens und Lehrens von DaF begeben möchten. Vorgestellt wird das Programm Dhoch3 des DAAD – insbesondere Modul 8 –, das Lern- und Lehrmaterialien sowie Fachliteratur kostenlos zur Verfügung stellt. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit diese Materialien für die eigene Fortbildung, den Einsatz in Germanistikstudiengängen oder in der akademischen Deutschlehrerausbildung geeignet sind – und welche lokalen Anpassungen für unterschiedliche Zielgruppen sinnvoll sein könnten. Neben einer Präsentation über Ziele, Prinzipien und Materialien des Moduls erhalten Teilnehmende die Möglichkeit, das Modul genauer zu erkunden und dabei eigene Interessenschwerpunkte zu setzen. Der Fokus wird auf das breite Angebot innerhalb des Moduls zu empirischen Forschungsmethoden gelegt, die Grundlagen für die Durchführung empirischer Forschungsprojekte legen können (z.B. Erstellung von Fragebögen, Durchführung von Interviews, Transkription und Analyse von verbalen Daten, Einführung in statistische Verfahren). Der Mini-Kurs bietet damit einen niedrigschwelligen Einstieg in empirisches Arbeiten im DaF-Kontext und lädt dazu ein, die eigenen forschungsmethodischen Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln.

Biographie: Nach Magisterstudium (DaF, Germanistik und Soziologie) und Promotion in DaF sowie Habilitation in Sprachlehrforschung ist Prof. Dr. Claudia Riemer seit 2002 Professorin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Bielefeld. Sie engagiert sich für die Weiterentwicklung der akademischen Deutschlehrerausbildung (z.B. Dhoch3) und Förderung von jungen Wissenschaftler*innen. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Sprachlehr- und -lernforschung, Didaktik Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Forschungsmethodologie in der empirischen Fremdsprachenforschung sowie Lehrerbildungsforschung im Bereich DaF und DaZ. https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=73152

ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0003-1064-227X

SEKUNDAR- UND HOCHSCHULBEREICH

Michael Dobstadt

Michael Dobstadt

Valeria-Vásquez

Valeria Vásquez

Mini-Kurs zum Dhoch3-Modul 10: Literatur, ästhetische Medien und Sprache in Deutsch als Fremdsprache

Kurzbeschreibung:

Ziel des Dhoch3-Moduls 10 ist es, Lehrende und Lernende für die literarische Dimension von Sprache und ästhetischen Medien am Beispiel der deutschen Sprache und deutschsprachiger ästhetischer Medien zu sensibilisieren und ihnen so ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu eröffnen, kreativ und produktiv mit Sprache(n), Literatur und ästhetischen Medien umzugehen. Die Materialien verstehen sich als Impulse für die Gestaltung der Lehre und sind variabel einsetzbar: Je nach Interessen, Zielgruppe und Schwerpunktsetzung können sie flexibel kombiniert sowie kontext- und zielgruppenspezifisch adaptiert werden. Neben lizenzierten literarischen Texten und ästhetischen Medien bietet das Modul theoretische Grundlagentexte und didaktische Materialien. Das Modul eignet sich für die unterschiedlichsten Kontexte: für Seminare zur Literaturwissenschaft, Linguistik und Landeskunde/Kulturwissenschaft sowie für Sprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen; außerdem für Lehrendenausbildungen und -fortbildungen. Die Nutzenden sind eingeladen, das Modul durch eigene Inhalte zu erweitern. Dafür steht ihnen ein Austauschort für (angehende) Lehrende zur Verfügung. Der Mini-Kurs führt in zwei Slots zu jeweils 90 Minuten in die konzeptuellen Grundlagen sowie in den Aufbau und die Organisation des Moduls ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der eigenständigen Erkundung ausgewählter Modulinhalte und -themen durch die Kursteilnehmer:innen.

Biographien:

Valeria Vázquez (M.A) leitet am Instituto Superior de Lenguas (ISL) der Universidad Nacional de Asunción (UNA) den Studiengang Deutsch und lehrt dort Methodik/Didaktik und Literaturdidaktik. Sie koordiniert eine germanistische Institutspartnerschaft mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort promoviert sie zu Überzeugungen von DaF-Lehrkräften. 2024 war sie als Kooperationspartnerin an der Revision des Dhoch3-Moduls 10 beteiligt.

Dr. Michael Dobstadt ist DAAD-Lektor in Asunción/Paraguay. Von 2017 bis 2024 vertrat er die Professur für Deutsch als Fremdsprache an der TU Dresden. Er ist Mitentwickler des Dhoch3-Moduls 10 „Literatur, ästhetische Medien und Sprache in Deutsch als Fremdsprache‟. Zusammen mit Dr. Renate Riedner (Masaryk-Universität/Brno) arbeitet er an einer „Didaktik der Literarizität für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache‟. Kontakt: michael.dobstadt@daad-lektorat.de

SEKUNDARBEREICH

Maximilian-Friedrich-Glauning

Maximilian Friedrich Glauning

Marcia-Matos

Márcia Matos

KI im DaF-Unterricht – Praxisguide

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für den DaF-Unterricht. In diesem praxisnahen Minikurs erfahren Lehrkräfte, wie sie KI gezielt zur Erstellung von Prüfungsformaten, Schreibimpulsen sowie Hör- und Lesetexten einsetzen können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der KI-Kompetenz der Lernenden: Sie lernen, KI sinnvoll zur Verbesserung ihrer Sprachproduktion, zur Prüfungsvorbereitung und zur kreativen Textarbeit zu nutzen. Anhand konkreter Beispiele und erprobter Prompt-Vorlagen erhalten die Teilnehmenden direkt einsetzbare Materialien und Impulse für ihren Unterricht. Der Minikurs richtet sich an Lehrkräfte, die KI im Unterricht ausprobieren oder systematisch integrieren möchten. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein Handy oder ein Laptop sollte vorhanden sein.

Biographie:

Maximilian Friedrich Glauning begab sich nach Brasilien nach dem Lehramtsstudium und Referendariat in Deutschland. Seit 2016 unterrichtet er Deutsch als Fremdsprache. Von 2018 bis 2025 war er als Bundesprogrammlehrkraft an der Deutschen Schule Curitiba tätig. Seit 2025 ist er dort Fachleiter Deutsch als Fremdsprache. Ein Schwerpunkt seiner aktuellen Arbeit liegt im didaktisch reflektierten Einsatz von KI im DaF-Unterricht. Dazu entwickelt er Unterrichtsmaterialien und Fortbildungskonzepte mit besonderem Fokus auf Prüfungen. Kontakt: maximilian.glauning@dsc-curitiba.com

Márcia Matos hat ihren Bachelor in Sprach- und Literaturwissenschaften (Portugiesisch und Deutsch) an der UFRJ abgeschlossen. Während des Studiums hat sie im Lehrendenausbildungsprogramm CLAC erste Unterrichtserfahrungen gesammelt. Anschließend hat sie ihren Master in Literaturwissenschaft abgeschlossen. Seit 2022 arbeitet sie als Deutschlehrerin und ist seitdem an der Deutschen Schule Curitiba tätig, wo sie Deutsch und Theater auf Deutsch für Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klasse der Grundschule unterrichtet. Kontakt: marciamatos.fc@gmail.com

HOCHSCHULBEREICH/ ERWACHSENENBEREICH

Prof. Dr. Marion Grein (Hueber Verlag)

Berufssprache Pflege – sprachliche Anforderungen verstehen und KI sinnvoll nutzen

Pflege ist ein Berufsfeld mit besonders hohen sprachlichen Anforderungen. Pflegende kommunizieren täglich mit Patient:innen, Angehörigen, Kolleg:innen und Ärzt:innen – mündlich wie schriftlich, oft in sensiblen und emotional anspruchsvollen Situationen. Neben dem Fachwortschatz sind erklärende, empathische, kulturreflexive und dokumentierende sprachliche Handlungen zentral.

Der Minikurs ist zweigeteilt. Im ersten Teil stehen die berufssprachlichen Anforderungen in der Pflege im Fokus. Anhand typischer Kommunikationssituationen werden zentrale sprachliche Herausforderungen analysiert, etwa Gespräche mit Patient:innen, Übergaben im Team oder die Pflegedokumentation. Darauf aufbauend werden didaktische Prinzipien vorgestellt, mit denen sich Berufssprache Pflege gezielt fördern lässt, z. B. Arbeiten mit Szenarien, Sprachgerüsten, Chunks und gestuften Sprechanlässen. Der zweite Teil widmet sich der Frage, wie KI im Pflegekontext sinnvoll unterstützen kann. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie KI u. a. bei der Vorbereitung von Gesprächssituationen, beim sprachlichen Üben, bei der Vereinfachung von Erklärungen oder bei der Überarbeitung von Dokumentationen eingesetzt werden kann. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen von KI kritisch reflektiert. KI wird nicht als Ersatz, sondern als unterstützendes Werkzeug verstanden, das Lern- und Arbeitsprozesse begleiten kann.

Biographie

Prof. Dr. Marion Grein ist Leiterin des Masterstudiengangs DaF/DaZ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Sprachlehrforschung (Fokus: Neurodidaktik), dem kulturreflexiven Lernen und der virtuellen Lehre mit Schwerpunkt KI. Nach dem Abitur an der Deutschen Schule Tokyo studierte sie Sprachwissenschaften in Mainz und promovierte dort 1998.Ihre Habilitationen schloss sie 2006 in Münster (Linguistik) und 2010 im Bereich DaF/DaZ in Mainz ab. Seit 2011 leitet sie den Masterstudiengang DaF/DaZ und berät u. a. BAMF, Hueber Verlag und ZfA. https://marionneurodidaktik.wordpress.com/2021/03/25/kurzlebenslauf/

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Virginia Gil (Ernst-Klett Verlag)

Didaktische Prinzipien für einen kreativen und lernendenzentrierten Unterricht

Ein „guter“ DaF-Unterricht sollte Lernende auf authentische Kommunikationssituationen im Alltag und im Beruf vorbereiten. Damit dies gelingt, brauchen sie im Unterricht die Möglichkeit, als echte Akteur*innen zu handeln. Vielfältige Arbeitsformen schaffen dafür passende Interaktionsräume und fördern gleichzeitig die Kreativität. In diesem Zusammenhang soll auch kritisch hinterfragt werden, inwieweit KI-Tools diese Prozesse unterstützen können – und wo ihre Grenzen liegen. In diesem Minikurs werden zentrale didaktische Prinzipien vorgestellt, die dabei helfen, unterschiedliche Interaktionsformen sinnvoll und erfolgreich zu gestalten. Gemeinsam entwickeln wir Szenarien, die wir anschließend praxisnah erproben und reflektieren.

Biographie

Virginia Gil, gebürtig aus Wilhelmshaven, Studium in Göttingen: Romanistik, Germanistik, Völkerkunde, Dozentin für spanische Landeskunde an der Universität Göttingen, DaF-Lehrerin in Madrid, seit 1996 Fortbildnerin für DaF – Kooperationen mit Universitäten, Goethe-Instituten, Lehrer*innenfortbildungszentren und Germanistikverbänden. Leiterin Ernst-Klett Sprachen Verlags in Spanien und Lateinamerika.

 

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Was nehme ich jetzt: Bim, Tram oder Straßenbahn?

Referendierende: Jana Blümel, Claudia Ullrich, Raquel Vetromilla

Was nehme ich jetzt: Bim, Tram oder Straßenbahn? Wer sich im deutschsprachigen Raum bewegt, merkt schnell: Die deutsche Sprache hat nicht nur eine Standardvarietät, sondern ist eine plurizentrische Sprache mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Ausprägungen. Genau hier setzt dieser Minikurs an. Die Teilnehmenden lernen, landeskundliche Themen nach den Prinzipien der diskursiven Landeskunde zu erarbeiten und sprachliche Standardvarietäten im DaF-Unterricht aufzugreifen sowie didaktisch sinnvoll zu nutzen. Ziel ist es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, die Vielfalt des DACHL-Raums im eigenen Unterricht sichtbar zu machen und wertzuschätzen. Neben kurzen theoretischen Impulsen stehen praxisnahe Beispiele, direkt einsetzbare Materialien sowie der Austausch von Unterrichtsideen im Vordergrund. Der Minikurs richtet sich an Lehrkräfte, die ihren DaF-Unterricht  pluralitätsorientiert und nach dem DACH-Prinzip gestalten möchten.

Jana-Blümel
Claudia-Ullrich
Raquel-Vetromilla

Biographie

Jana Blümel ist seit 2015 Leiterin der Spracharbeit am Goethe-Institut Uruguay. Sie hat Deutsch als Fremdsprache und Licenciatura en Lengua Alemana an der Sprachenfakultät in Córdoba, Argentinien, studiert. Von November 2023 bis Juni 2025 absolvierte sie die Fortbildung für DACH-Multiplikator:innen des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes (IDV) in Kooperation mit dem Goethe-Institut, dem österreichischen BMBWF und Präsenz Schweiz.

Biographie

Claudia Ullrich studierte Romanistik, Geographie und Ethnologie an der Universität Heidelberg und am Colegio de México. Am Goethe-Institut La Paz nahm sie begleitend zur Lehrtätigkeit ein DaF-Fernstudium auf. An der Universidad Católica Boliviana in La Paz war sie sechs Jahre DAAD-Lektorin und unterrichtet dort weiterhin als Ortslektorin DaF und Tourismusgeographie. Seit 2017 gehört sie dem Vorstand des bolivianischen Deutschlehrendenverband ABOLPA an. Zuletzt absolvierte sie ein Diplomado en Antropología de la Educación an der UMSA und die Fortbildung für DACH-Multiplikator:innen des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes (IDV) in Kooperation mit dem Goethe-Institut, dem österreichischen BMBWF und Präsenz Schweiz.

Biographie

Raquel Vetromilla ist DaZ-Lehrerin an der Triebischtal-Oberschule Meißen. Sie hat Lehramt für Deutsch als Fremdsprache und Portugiesisch am IFPLA studiert und einen Master in Angewandter Linguistik an der UNISINOS abgeschlossen. Sie absolvierte auch die Fortbildung für DACH-Multiplikator:innen des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes (IDV) in Kooperation mit dem Goethe-Institut, dem österreichischen BMBWF und Präsenz Schweiz.

ALLE BEREICHE

Jana Marth

Deeper Learning

Kurzbeschreibung:

Wie kann Deeper Learning konkret im Unterricht umgesetzt werden? Der Mini-Kurs richtet sich an Interessierte am Konzept und präsentiert Praxisbeispiele, die im letzten halben Jahr entwickelt und erprobt wurden. Sie geben Einblick in konkrete Umsetzungswege und zeigen, wie Lernkultur im Unterricht verändert werden kann. Im Mini-Kurs erhalten Sie einen strukturierten Einblick in das Bildungskonzept Deeper Learning und seine Bedeutung für die Weiterentwicklung von Unterricht und Schule. Im Mittelpunkt stehen die drei Unterrichtsphasen (Wissensaneignung, Ko-Konstruktion und Ko-Kreation sowie authentische Lernleistung) und deren konkrete Gestaltung im schulischen Alltag. Zusätzlich wird die Phase der gemeinsam gestalteten Unterrichtsvorbereitung in den Blick genommen. Thematisiert wird zudem die veränderte Rolle der Lehrkraft als Lernbegleitung sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Schulleitung und Fachleitungen. Zudem werden zentrale Gelingensbedingungen für die Umsetzung im eigenen System herausgearbeitet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Praxis: Sie analysieren vorhandene Unterrichtsbeispiele und entwickeln Ansätze für eigene Unterrichtsvorhaben in Ihrer Schule.

Biographie:

Jana Marth ist Schulrätin in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin und  Sytemische Business Coach – Kompetenzlerei – weltweit. Sie ist Masterabsolventin im Schulmanagement und seit 2018 als Schulrätin in Berlin tätig. In dieser Funktion verantwortet sie die Schul- und Personalentwicklung an vielfältigen Schulen und bringt dabei ihre langjährige internationale Erfahrung im Bildungsbereich ein. Als systemische Business Coach begleitet sie Führungskräfte, Teams und Organisationen bei Entwicklungsprozessen und Veränderungsvorhaben. Ihre berufliche Laufbahn umfasst Stationen in Deutschland, Ägypten, Belgien, Argentinien und Brasilien – stets mit dem Ziel, Lernen wirksam zu gestalten und Bildung verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Ihr Profil verbindet strategisches Denken, interkulturelle Kompetenz und eine klare Haltung für nachhaltige Führung im Bildungswesen.

Kontakt: jana.marth@gmail.com

ALLE BEREICHE

Leticia-Liesenfeld

Leticia Liesenfeld Erdtmann

Titel: Geschichten im bilingualen Format erzählen

Wie können wir eine zweisprachige Erzählung aufbauen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines praktischen Minikurses, in dem die Grundlagen dieser Strukturierung an Beispielen auf einfache und anschauliche Weise vorgestellt werden. Ein wirkungsvolles didaktisches Instrument für den Sprachunterricht, das durch die Freude am Zuhören eine starke Bindung und ein hohes Maß an Engagement schafft. Erstes Treffen: Vorstellung und Vorbereitung der Geschichte für die zweisprachige Erzählung. Lernen, die wichtigsten Ereignisse zu erkennen, die die Struktur der Erzählung bilden. Zweites Treffen: Auswahl der beschreibenden Elemente sowie der visuellen und emotionalen Landschaften für die Erzählung. Versuchen, einen Abschnitt der Geschichte zweisprachig zu verfassen. 

Biographie:

Leticia Liesenfeld Erdtmann | Schauspielerin und Dozentin im Bereich Kommunikation, Kunst und Theater. Doktorin der Theaterwissenschaften (UnB). Master in Kommunikation und Kunst (Universidade Nova de Lisboa/UNL), Bachelorstudium in Darstellender Kunst (UFRGS). Sie ist professionell in Theater- und Tanzaufführungen sowie als Geschichtenerzählerin tätig. Deutschlehrerin. Sie gehört zum Bildungs- und Forschungsteam von „A Casa Tombada“ (São Paulo) und unterrichtet in den Postgraduierten Kursen „Künstlerisches Erzählen“ und „Kinderbücher“. Sie ist Mitglied des Museu da Pessoa (São Paulo). Sie forscht über die szenische Atmosphäre.