Workshopsbeschreibungen
Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit einem bestimmten Thema auseinander, dessen Aufbau, Vertiefung und Ergebnisse kollektiv, konkret und praxisorientiert aufgebaut werden sollen. Der Workshop dauert 90 Min. und soll auf Deutsch geleitet werden. Er kann mehrere Phasen umfassen (Einstieg, Gruppenarbeit, interaktive Übungen mit vorgegebenen sofort anwendbaren Materialien, Ergebnisse, Diskussion, Reflexion u. a.). In der Beschreibung des Workshops sollen die Teilnehmenden in wenigen Sätzen (max. 200 Wörter) erfahren, worum es im Workshop geht, welche Aktivitäten sie ausprobieren werden und was sie dadurch lernen können.
PRIMARBEREICH
- Workshop 01
- Titel: Praxisideen für den Deutschunterricht im DaF-Unterricht und im bilingualen Zweig
- Sektion: B1 Deutsch für Kinder
Kurzbeschreibung: Dieser Workshop stellt kreative Ansätze für den Deutschunterricht als Fremdsprache sowie für den bilingualen Zweig vor. Ziel ist es, Lehrkräften praktische Ideen zu vermitteln, um das Sprachenlernen motivierend, aktiv und abwechslungsreich zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Aktivitäten mit Musik, Rhythmus, Gesten und Bewegung. Solche Aufgaben fördern Aussprache, Wortschatz und das Sprachgefühl der Lernenden auf spielerische Weise. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf kleinen Theaterprojekten, die den Schüler*innen ermöglichen, Sprache durch Rollen, Dialoge und szenisches Spiel anzuwenden und zu erleben. Außerdem werden Literaturprojekte vorgestellt, bei denen mit Kinderbüchern gearbeitet wird. Dabei werden kreative Lese- und Schreibaktivitäten eingesetzt, um verschiedene Kompetenzen zu entwickeln. Der Workshop präsentiert zudem interaktive Plattformen und verschiedene Spiele, die den Wortschatz und das Sprachverständnis fördern, das Lernen zusätzlich motivierend und dynamisch gestalten und zugleich den Lehrkräften als praktische didaktische Ressourcen für die Unterrichtsplanung und -gestaltung dienen. Der Workshop bietet somit eine Sammlung praxisnaher Ideen, die Kreativität, Bewegung, Interaktion und digitale Medien miteinander verbinden und den DaF-Unterricht lebendig machen.
Biographien:
Bruna Eliza Hoffmann ist Lehrerin für Portugiesisch und Deutsch und arbeitet im bilingualen Zweig der Leopoldina-Schule (Entre Rios, Paraná). Derzeit arbeitet sie mit der bilingualen Alphabetisierung von Kindern. Sie absolvierte eine Spezialisierung in Neurowissenschaften und Bildung sowie eine Spezialisierung in Planung und Praxis des kompetenzorientierten Deutschunterrichts (Traineeprogramm).
Fabiane Grumicker Reinke ist Lehrerin für Portugiesisch und Deutsch und arbeitet an der Leopoldina-Schule (Entre Rios, Paraná) im bilingualen Zweig sowie im Bereich Deutsch als Fremdsprache. Dort bereitet sie auch Schülerinnen und Schüler auf das Deutsche Sprachdiplom (DSD I) vor. Sie absolvierte eine Spezialisierung in Planung und Praxis des kompetenzorientierten Deutschunterrichts (Traineeprogramm). Kontakt: bruna.hoffmann@colegioimperatriz.net.br
PRIMAR- UND SEKUNDARBEREICH
- Workshop 03
- Titel: Spielend Sprechen & Sprechend Spielen
- Sektion: B7 Inhalte, Kompetenzen und Leistungsmessung
Kurzbeschreibung: Eine große Herausforderung ist immer die Motivation zum Sprechen im Unterricht. Dieses Thema wird als Antwort auf Möglichkeiten zum Sprechen angeboten, wenn es um Goethe-Prüfungen geht – Niveau A1 bis B1/B2. Es helfen immer noch Kärtchen (Bilder, Zeichnungen oder Stichwörter), Sprechblasen, Kartenspiele (Domino + Quartett…) mit verschiedenen Themen als Angebot, um das Sprechen zu motivieren oder als Impulse zu Beispielen möglicher Themen zu üben. Es wird eine Reihe von Beispielen/Übungen angeboten, die nicht nur Themen, sondern auch Redemittel der Kompetenz Sprechen zu Goethe-Prüfungen üben.
Biographie:
Célia Weber Heylmann, Lehrerin mit einem Abschluss der UNISINOS und einem Aufbaustudium in Germanistik-Didaktik der Universität Bahia, verfügt über 38 Jahre Unterrichtserfahrung im Deutschunterricht an Grund- und Oberstufenschulen. Sie unterrichtete über 20 Jahre lang Schülerinnen und Schüler, die die DSD-I-Prüfungen ablegten, nahm an der DSD-Gold-Fortbildung teil und besuchte diverse Fortbildungen in Deutschland und Brasilien. Seit 2017 ist sie Prüferin für die Goethe-Prüfungen. Kontakt: cweberheylmann@gmail.com
- Workshop 04
- Titel: Schwäbisch lebendig unterrichten – Dialekt im Unterricht erleben
- Sektion: A4 Sprachenpolitik und Plurilingualität
Kurzbeschreibung: Dieser Workshop zeigt praxisnahe Möglichkeiten, wie ein Dialekt – am Beispiel des Schwäbischen – im Unterricht vermittelt werden kann. Dialekte sind ein wichtiger Teil der kulturellen Identität und können besonders motivierend für Lernende sein. Zu Beginn erfolgt ein kurzer Einstieg mit Hörbeispielen aus dem donauschwäbischen Dialekt, um Unterschiede zur Standardsprache bewusst wahrzunehmen. Anschließend arbeiten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen mit konkreten Materialien wie Dialektwörtern, kurzen Dialogen und Bildkarten. In interaktiven Übungen probieren sie Methoden aus, mit denen Dialekt spielerisch vermittelt werden kann, zum Beispiel durch Zuordnungsaufgaben, kleine Rollenspiele oder kurze Hörverstehensübungen. Im nächsten Schritt entwickeln die Gruppen gemeinsam kurze Unterrichtsideen, die sofort im Unterricht angewendet werden können. Die Ergebnisse werden anschließend vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Zum Abschluss reflektieren die Teilnehmenden, welche Chancen Dialekte für den Sprachunterricht bieten und wie sie zur Bewahrung kultureller Traditionen beitragen können. Der Workshop bietet praktische Impulse und Materialien, um Dialektunterricht lebendig, interaktiv und kulturell wertvoll zu gestalten.
Biographie:
Simone Scherer Tomkiv ist Pädagogin und arbeitet seit 23 Jahren am Colégio Imperatriz Dona Leopoldina in Entre Rios (Paraná, Brasilien). Dort unterrichtet sie Deutsch in der Alphabetisierung in der Grundschule. Außerdem war sie an der Einführung des Faches „Geschichte der Donauschwaben“ beteiligt und unterrichtet dieses derzeit in den Klassen 6 bis 8. Sie nahm am Traineeprogramm der Friedrich-Schiller-Universität Jena teil. Als Angehörige der dritten Generation der Donauschwaben verbindet sie Sprachunterricht mit der Vermittlung von Kultur und Tradition in bilingualen Lernumgebungen. Kontakt: simone.tomkiv@colegioimperatriz.net.br
- Workshop 05
- Titel: Diversität, Identität und transversales Lernen im DaF-Unterricht
- Sektion: A4 Sprachenpolitik und Plurilingualität
Kurzbeschreibung: In diesem Workshop werden Erkenntnisse aus der Auseinandersetzung mit Mehrsprachigkeit und Identität in eine praxisorientierte Unterrichtseinheit übertragen. Ausgangspunkt ist ein deutschsprachiges Lied einer Sängerin mit Migrationshintergrund, das Fragen von Akzent, Zugehörigkeit, Migration und Deutschlandbild thematisiert. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden, wie solche Impulse im Sinne transversalen Lernens im Deutschunterricht eingesetzt werden können. Ziel ist es, Diversität und unterschiedliche Sprachbiografien als Ressource sichtbar zu machen und Lernprozesse anzustoßen, die Perspektivwechsel und Reflexion ermöglichen. Die Teilnehmenden entwickeln konkrete Ideen, wie sich Identitätsarbeit und gesellschaftliche Vielfalt im DaF-/DaZ-Unterricht kontextsensibel und handlungsorientiert umsetzen lassen.
Biographie:
Sarah Al-Jorafi hat an der Universität Potsdam ihren Master in Fremdsprachenlinguistik (Französisch und Deutsch als Fremdsprache) abgeschlossen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen migrationsbedingte Mehrsprachigkeit, Identität sowie der didaktischen Umsetzung von Diversitäts- und Inklusionsaspekten im DaF/DaZ-Unterricht. Beruflich war sie im Integrationsbereich sowie in der deutschen Willkommenskultur tätig. Am Goethe-Institut München arbeitete sie als Deutschlehrkraft sowie Prüferin. Derzeit ist sie Expertin für Unterricht am Goethe-Institut São Paulo und leitet dort die PASCH-Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ in Brasilien. Kontakt: sarah.al-jorafi@goethe.de
SEKUNDARBEREICH
- Workshop 06
- Titel: So bringen Sie Ihre Schüler*innen zum Sprechen! Sprechförderung im DaF-Unterricht motivierend, kooperativ und lernwirksam gestalten
- Sektion: B2 Deutsch für Jugendliche
Kurzbeschreibung: Viele Lernende könnten häufig mehr ausdrücken, als sie sich zu sagen trauen. Hemmungen, Angst vor Fehlern oder fehlende Sprechanlässe führen dazu, dass die mündliche Sprachproduktion oft hinter den Möglichkeiten der Schüler*innen zurückbleibt. Der Workshop „So bringen Sie Ihre Schülerinnen zum Sprechen! Sprechförderung im DaF-Unterricht motivierend, kooperativ und binnendifferenziert gestalten“ setzt genau hier an. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Methoden und Aufgabenformate, mit denen Lehrkräfte die Sprechzeit ihrer Lernenden deutlich erhöhen und gleichzeitig eine angstfreie, wertschätzende Lernatmosphäre schaffen können. Die Teilnehmenden lernen motivierende Sprechanlässe kennen, die vom gesteuerten zum freien Sprechen führen und sich flexibel an unterschiedliche Niveaustufen anpassen lassen. Kooperative Lernformen wie Partner- und Gruppenarbeit werden gezielt genutzt, um Interaktion zu fördern und alle Schüler*innen aktiv einzubeziehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der binnendifferenzierten Gestaltung von Sprechaufgaben, sodass heterogene Lerngruppen effektiv unterstützt werden können. Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele, erprobter Materialien und kurzer praktischer Erprobungsphasen erhalten die Teilnehmenden sofort umsetzbare Impulse für ihren Unterricht. Der Workshop richtet sich an DaF-Lehrkräfte aller Schulstufen, die ihre Schüler*innen nachhaltig zum Sprechen bringen möchten.
Biographie:
Manuela Vogelgesang ist Fachberaterin des Cornelsen Verlags für Kolumbien, Ecuador und Venezuela. Sie arbeitet als Fortbildnerin für Deutsche Auslandsschulen und das Goethe-Institut in Südamerika und ist Vorsitzende des Kolumbianischen Deutschlehrendenverbands APAC. Kontakt: manuela.vogelgesang@cornelsen.de
- Workshop 07
- Titel: Mit Sprache zum Fach – digitale Wege im sprachsensiblen Unterricht
- Sektion: A2 Deutsch lernen mit digitalen Medien: multimodal, kollaborativ, mobil
Kurzbeschreibung: Der Workshop richtet sich an Deutschlehrkräfte und Fachlehrkräfte in mehrsprachigen Kontexten, die ihren Unterricht sprachsensibel und zugleich digital gestützt weiterentwickeln möchten. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Prinzipien des sprachsensiblen Fachunterrichts in digitalen Lern- und Fortbildungsformaten wirksam umgesetzt werden können. Die Teilnehmenden lernen praxisnahe Aufgabenformate kennen, mit denen fachliches Lernen und Sprachförderung systematisch verbunden werden können – etwa durch digitales Scaffolding, interaktive Aufgaben, Visualisierungen und kooperative Lernsettings. Anhand konkreter Unterrichts- und Fortbildungsbeispiele wird gemeinsam erarbeitet, wie Sprachhandlungen, Fachbegriffe und Textsorten gezielt unterstützt werden können. Der Workshop verbindet kurze Inputs mit aktiven Arbeitsphasen und kollegialem Austausch und bietet konkrete Anregungen zur Übertragung auf den eigenen (Fach-)Unterricht.
Biographien:
Katharina Wedler ist Beauftragte für das DSD Pro in Mecklenburg-Vorpommern, Mentorin für Referendare und Berufsschullehrerin in internationalen Klassen. Sie war eine Expertin für Unterricht im nördlichen Südamerika.
Juliane Müller de Acevedo ist Referentin für deutschsprachigen Fachunterricht in der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und war zuvor Expertin für Unterricht für Brasilien. Kontakt: juliane.de.acevedo@gmail.com
- Workshop 08
- Titel: Museum to go! - Digitale Museumsangebote für einen kreativen DaF-Unterricht mit Jugendlichen
- Sektion: A5 Ästhetisches und kreatives Deutschlernen mit verschiedenen Medien und B2 Deutsch für Jugendliche
Kurzbeschreibung: Laut Wikipedia gibt es in Deutschland über 7.000 Museen und rund 530 Ausstellungshäuser, die jährlich mehr als 117 Millionen Mal besucht werden. Museumsbesuche gehören somit zu einem wichtigen Bestandteil kultureller Teilhabe – ein Angebot, das vielen DaF-Lernenden im Ausland jedoch nicht offensteht. Zahlreiche Museen stellen jedoch inzwischen digitale Materialien, Videos und virtuelle Ausstellungen zur Verfügung, die ortsunabhängig genutzt werden können und eine wertvolle Inspirationsquelle für den (fächerübergreifenden) DaF-Unterricht darstellen.
Der Workshop richtet sich an DaF-Lehrkräfte der Sekundarstufe und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie solche digitalen Museumsangebote mit Jugendlichen kreativ und handlungsorientiert im Unterricht eingesetzt werden können. Nach einem aktivierenden Einstieg zu Museumserfahrungen werden ausgewählte Museumsplattformen und Materialien vorgestellt, bei denen es nicht nur um Kunst, sondern beispielsweise auch um naturwissenschaftliche Museen geht.
Im praktischen Teil des Workshops liegt der inhaltliche Fokus auf „Museum und Migration“. Es soll exemplarisch erfahren werden, wie ein Museumsangebot Jugendliche für dieses brisante und aktuelle Thema sensibilisieren kann. Der Workshop möchte nicht nur inspirieren, sondern auch konkrete Materialien und Ideen „to go“ anbieten, die direkt im Unterricht umgesetzt werden können.
Biographie:
Susanne Umnirski-Gattaz ist gebürtige Rheinländerin und lebt seit fast 40 Jahren in São Paulo. Hier absolvierte sie ihr Masterstudium an der Universidade de São Paulo. Nach der Deutschlehrerausbildung am Goethe-Institut war sie dort als DaF-Lehrerin tätig. Heute arbeitet sie freiberuflich als DaF-Fortbildnerin und vertritt den Klett-Verlag in Brasilien. Kontakt: Susanne Umnirski-Gattaz – sugattaz8@gmail.com
- Workshop 09
- Titel: Das Spielepaket „Nachhaltig mit DaF”
- Sektion: B2 Deutsch für Jugendliche
Kurzbeschreibung: Im Rahmen der Initiative „Mehr Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat das Goethe-Institut São Paulo das Spielepaket „Nachhaltig mit DaF“ entwickelt. Dieses Paket beinhaltet fünf Spiele sowie eine spielerische Aktivität, die darauf ausgerichtet sind, Jugendliche mit Sprachkenntnissen auf A2-Niveau für die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung zu sensibilisieren und gleichzeitig ihre Deutschkompetenz zu fördern. Da Jugendliche besonders gerne spielen, bieten die Spiele auch die Möglichkeit, ihre Lernmotivation zu steigern. Die Durchführung kann nach dem Prinzip des Stationenlernens erfolgen, wobei die Lernenden die Aufgaben eigenständig bearbeiten, was auch zur Lernautonomie führt. In diesem Workshop präsentiere ich die Spiele und erläutere die zugrunde liegenden methodisch-didaktischen Konzepte. Zudem zeige ich, wie sie im DaF-Z-Unterricht praktisch eingesetzt werden können. Darüber hinaus teile ich meine Erfahrungen und stelle die Ergebnisse einer Befragung unter Lehrkräften zur praktischen Umsetzbarkeit der Spiele vor. Abschließend versetzen sich die Teilnehmenden in die Rolle der Lernenden und probieren die Spiele selbst aus.
Biographie:
Priscilla Maria Pessutti Nascimento hat Germanistik und Romanistik an der Universität von São Paulo und Übersetzung (Englisch/Französisch) an der Mackenzie-Universität studiert. 2007 hat sie ihren Masterabschluss in Germanistik erworben und die Deutschlehrerausbildung am Goethe-Institut absolviert. Seit 2008 arbeitet sie am Goethe-Institut São Paulo. Sie ist als Deutschlehrerin, Aus- und Fortbildnerin, DLL-Tutorin und Koordinatorin für Projekte der Bildungskooperation Deutsch tätig. Kontakt: priscilla.nascimento@goethe.de
- Workshop 10
- Titel: DaF lebendig gestalten: Praktische Beispiele für 8.-10. Klasse
- Sektion: B2 Deutsch für Jugendliche
Kurzbeschreibung: In diesem Workshop werden einige praktische Beispiele aus dem DaF-Unterricht in Südbrasilien vorgestellt. Die Beispiele stammen hauptsächlich aus Stunden der 8. bis 10. Klassen. Ziel ist es zu zeigen, wie Übungen (mündlich/schriftlich) und Spiele (online/offline) den Unterricht abwechslungsreicher und lebendiger gestalten können. Es werden unter anderem Rollespiele und kurze Theaterstücke, Schulrallyes, Speed-Datings, Mindmaps und Brettspiele, sowie die Arbeit mit Videos und Bildern vorgestellt. Wenn auch einige schon gängig in der DaF-Praxis sind, werden aber in diesem Workshop weiterentwickelt und neu beleuchtet. Das sorgt für Abwechslung und Bewegung im Unterricht, fördert Teamarbeit und Kreativität, verbindet Sprache mit visuellen Elementen (was das Lernen unterstützt).
Biographie:
Angelita Lohmann (48) aus Teutônia – RS unterrichtet Deutsch und Portugiesisch, hat auch Spanisch studiert. Derzeit arbeitet sie als DaF-Lehrerin an einer Privatschule (Colégio Teutônia) und als Portugiesischlehrerin an einer bundesstaatlichen Schule, vor allem in den Klassenstufen 7 bis 12. Neu und besonders bereichernd ist für sie die Arbeit mit Kooperativem Lernen an beiden Schulen, was ihr große Freude bereitet. Kontakt: angelita.lohmann@colegioteutonia.com.br
- Workshop 11
- Titel: Motivation im Deutschunterricht – Praktische Aktivitäten über das Lehrbuch hinaus
- Sektion: B2 Deutsch für Jugendliche
Kurzbeschreibung: Lehrbücher für Deutsch als Fremdsprache richten sich meistens an ein internationales Publikum und bieten eine solide strukturelle Grundlage für den Unterricht. Genau darin kann jedoch eine große Herausforderung liegen: Der spezifische kulturelle und lebensweltliche Kontext brasilianischer Lernender wird oft nicht berücksichtigt. Das Ergebnis kann mit einem Verlust der Motivation zum Erlernen der Sprache zusammenhängen. Genau diesen Punkt greift dieser praxisorientierte Workshop auf. Wir wollen das Lehrbuch nicht ersetzen, sondern kreativ ergänzen. Gemeinsam erkunden wir Möglichkeiten, wie wir die Lehrbuchinhalte als Sprungbrett nutzen können, um lebendige Brücken zwischen der deutschen und der brasilianischen Kultur zu schlagen. Wir gehen davon aus, dass Deutsch ein Werkzeug ist, mit dem die Schüler:innen die Sprache und ihre eigene kulturelle Identität entdecken können. Auf diese Weise lassen sich bedeutungsvolle kulturelle Brücken bauen: indem man den Inhalt des Lehrbuchs mit der Welt der Schüler:innen in Verbindung bringt und die Identifikation durch praktische und bewährte Aktivitäten fördert, wie z. B. Präsentationen über brasilianische Persönlichkeiten und Sprachspiele mit typischen Lebensmitteln. Wenn Deutsch zum Werkzeug wird, um über Vertrautes zu sprechen, ist die Identifikation unmittelbar. So wandelt sich der Unterricht von passivem Konsum zu aktivem Dialog – nachhaltig motivierend und die Wertschätzung der eigenen Herkunft mit der deutschsprachigen Kultur verbindend.
Biographie:
Michele Bruna de Sousa Silva Gal ist Sekretärin der Associação de Professores de Alemão do Norte e Nordeste (APANOR) und promovierte an der Bundesuniversität Paraná im Fach Sprachwissenschaft (2025). Sie absolvierte ein Masterstudium (2021) im Bereich Angewandte Linguistik an der Bundesstaatlichen Universität Ceará und das Aufbaustudium Deutsch Lehren Lernen (DLL) (2019) an der Bundesuniversität Bahia und der Universität Jena. studierte Deutsch/Portugiesisch auf Lehramt an der Bundesuniversität Ceará (2013). Lehrerfahrung speziell mit Jugendlichen und großen Gruppen. Kontakt: michabruna@gmail.com
- Workshop 12
- Titel: Das Buch zum Film oder der Film zum Buch? Klassiker der Jugendliteratur kreativ im Unterricht einsetzen
- Sektion: B2 Deutsch für Jugendliche
Kurzbeschreibung: Tauche ein in die Welt der Jugendliteratur und entdecke, wie Buch und Film gemeinsam den DaF-Unterricht bereichern können! Mit dem Buch „Die Vorstadtkrokodile” von Max von der Grün soll gezeigt werden, wie Klassiker lebendig, sprachfördernd und medienkompetent vermittelt werden können. Was erwartet dich? a) Interaktive Methoden zur Arbeit mit Buch & Film; b) Kreative Unterrichtsideen; c) Digitale Tools & Materialien.
Biographie:
Anna-Lena Scholl Menna Barreto wurde in München geboren und hat Deutsch als Fremdsprache sowie Portugiesisch auf Lehramt an der UNISINOS in Brasilien studiert. Seit fast 30 Jahren unterrichtet sie Deutsch, davon 25 Jahre am Goethe-Institut in Porto Alegre. Sie hat sich auf Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache im Kindergarten und in der Primarstufe spezialisiert und ein Praktikum an der Queen Mary University of London absolviert. Seit 2019 ist sie Programmberaterin für Klett Sprachen. Kontakt: portoalegre@klett-sprachen.de
SEKUNDAR- UND ERWACHSENENBEREICH
- Workshop 13
- Titel: Didaktisch – methodisch – praktisch: Vorgehensweisen bei der Textvermittlung im DaF-Unterricht
- Sektion: B3 Deutsch für Erwachsene
Kurzbeschreibung: Bei der Textvermittlung treffen wir als Kolleg:innen im DaF-Unterricht auf vielfältige Texte. Eine gängige Einteilung von Textsorten geht von Sachtexten (etwa Lektionstext, Interview, Rezept, Gebrauchsanweisung….) und literarisch-fiktionalen Texten aus (z. B. Gedicht, Roman, Lieder, Fabel….). Diese Einteilung geht auf die Linguisten W. Kammeyer, H. Weinrich, W. Heinsius und den Literaturwissenschaftler K. Weimar zurück. Als DaF-Lehrer setze ich mir bei der Textvermittlung das Ziel, zunächst ein Textverständnis bei den Lernenden herzustellen. Danach kann ich mich mit den erwachsenen Lernenden auf die Interpretationsebenen begeben. Dieser Beitrag versucht vor allem praktische Vorgehensweisen für beide Textsorten zusammenzutragen, die unseren Lernenden bei der Verständnissicherung und Interpretation helfen können. Dies geschieht auf der Basis meiner mehr als zwanzigjährigen Berufserfahrung als Gymnasial- und Privatlehrer. Das Niveau der während des Workshops bearbeiteten Textbeispiele reicht von A bis C des GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen). Das Anforderungsprofil an einen Unterricht mit älteren Lernenden wird im Workshop ebenso thematisiert (Lernambiente, altersspezifische Bedürfnisse, gemeinsame Motivationssuche, Hausaufgaben, begleitende Medien, spezifisches Lehrerverhalten).
Biographie:
Florian Alexander Geprägs hat nach dem zweiten Staatsexamen in den Fächern Französisch und Sport in Berlin acht Jahre am Gymnasium Hermannswerder in Potsdam gearbeitet. Er lebt jetzt seit 12 Jahren mit seiner brasilianischen Ehefrau in Belo Horizonte/Brasilien. Er ist Privatlehrer für die Fächer Deutsch und Französisch, nimmt DaF-Prüfungen für das Goethe-Institut ab und führt Fortbildungsveranstaltungen für andere DaF-Lehrkräfte durch. Kontakt: floriangeprags@gmail.com
- Workshop 14
- Titel: News im Unterricht – Deutsch lernen mit Nachrichten ab der Niveaustufe A2
- Sektion: A2 Deutsch lernen mit digitalen Medien: multimodal, kollaborativ, mobil
Kurzbeschreibung: Mit Nachrichten kann man besonders gut eine authentische Lernumgebung schaffen und das Hörverstehen trainieren. Sie bieten abseits der klassischen Lehrbuchthemen eine ideale Grundlage für Diskussionen zu Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst oder Sport. Üblicherweise werden Nachrichten jedoch erst im fortgeschrittenen Sprachunterricht eingesetzt, da sie kompliziert erscheinen. Wir zeigen Ihnen im Workshop, wie Sie bereits ab dem Sprachniveau A2 Kurznachrichten für Ihren Deutschunterricht nutzen können. Dazu nehmen wir das kostenlose Format „Kurz und leicht – Video-Nachrichten zum Deutschlernen“ der DW in den Fokus.
Wenn Sie lebendige Alltagssprache und reale Diskussionsanlässe in Ihren Unterricht integrieren möchten, sind Sie in unserem Workshop genau richtig! Hier können Sie konkrete Einsatzszenarien und spielerische Herangehensweisen ausprobieren. Neben “Kurz und leicht” betrachten wir im Workshop auch weitere Nachrichtenformate der DW. (dw.com/deutschmitnachrichten).
Biographie:
André Moeller leitet seit 2009 die DW Bildungsprogramme und war zuvor als Redakteur und CvD für die DW Online-Angebote in deutscher Sprache tätig. Später verantwortete er als Projektleiter im Bereich „Neue Medien” verschiedene multimediale Programmprojekte. Bevor er im Jahr 2002 zur Deutschen Welle kam, arbeitete André Moeller als Redakteur für die RTL-Tochter RTL Interactive. Kontakt: andre.moeller@dw.com
- Workshop 15
- Titel: Deutsch lernen mit der DW – Deutschlernangebote der DW für die Niveaustufen A1 bis C1 des GER
- Sektion: B7 Inhalte, Kompetenzen und Leistungsmessung
Kurzbeschreibung: Sie unterrichten Deutsch als Fremdsprache und sind auf der Suche nach Unterrichtsmaterial? In dieser Infoveranstaltung lernen Sie die Website dw.com/deutschlernen und die kostenlose App „DW Learn German“ kennen und finden im Anschluss zielsicher Materialien und Informationen zu allen Deutschlernangeboten der DW für die Niveaustufen A1 bis C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Erfahren Sie, wie Sie mit Online-Formaten der DW Ihren Unterricht ergänzen können. Insbesondere mobile Angebote auf Smartphone und Tablet sorgen dafür, dass Lernende auch außerhalb des Unterrichts eigenständig die Sprache entdecken und üben können und wollen. Solche Angebote können Lehrwerke perfekt ergänzen und eignen sich sogar für die Einbindung in den Präsenzunterricht. Zu jedem unserer Formate gibt es Audios, Videos, Arbeitsblätter oder Handreichungen für Lehrkräfte zum Download. Wir haben also garantiert das Richtige für Ihren Unterricht!
Biographie:
André Moeller leitet seit 2009 die DW Bildungsprogramme und war zuvor als Redakteur und CvD für die DW Online-Angebote in deutscher Sprache tätig. Später verantwortete er als Projektleiter im Bereich „Neue Medien“ verschiedene multimediale Programmprojekte. Bevor er im Jahr 2002 zur Deutschen Welle kam, arbeitete André Moeller als Redakteur für die RTL-Tochter RTL Interactive. Kontakt: andre.moeller@dw.com
- Workshop 16
- Titel: Eine postkoloniale Perspektive durch die Einsetzung digitaler Technologien: Eine passende Kombination?
- Sektion: B7 Inhalte, Kompetenzen und Leistungsmessung
Kurzbeschreibung: Die Entwicklung der digitalen Technologie wird häufig mit Begriffen verbunden, die zu einer postkolonialen Perspektive nicht passen würden, wie Modernität, Individualität und Konkurrenz (Pereira, 2021). Trotzdem sind solche Technologien Teil des Schüleralltags, und daher ist es wesentlich, sie kritisch zu benutzen, indem sie als Lernmittel für bestimmte didaktische Ziele eingesetzt werden (Araújo Filho; Rozenfeld, 2025). So kann die digitale Technologie auch als Hilfsmittel gelten, um eine postkoloniale Perspektive zu fördern, solange die Lehrkraft die passenden Plattformen, Webseiten und Apps für ein solches Ziel angemessen anwendet. Aus diesem Grund möchten wir einen Workshop vorschlagen, in dem sich die Lehrkraft um die Förderung einer postkolonialen Perspektive durch den Einsatz digitaler Technologie kümmern kann. Dafür werden folgende Schritte durchgeführt: Als Erstes werden Begriffe der postkolonialen Studien erklärt und diskutiert. Dann beschäftigen wir uns mit praktischen Beispielen zur Nutzung von Online-Spielen und anderen Online-Tools. Anschließend geben wir den Teilnehmenden Zeit, um Aufgaben mit Online-Tools in Gruppen zu entwickeln und zu analysieren. Zum Schluss werden die Gruppen ihre Arbeit vorstellen und Feedback von anderen Teilnehmenden bekommen. Unser Ziel ist, dass die Lehrenden am Ende des Workshops Online-Plattformen auswählen und benutzen können, um Aufgaben vorzubereiten, die Schülerinnen und Schüler zu einer postkolonialen Perspektive führen können.
Biographie:
Lívia Marques schloss 2017 ihr Studium und 2024 ihre Promotion an der UNESP ab. Während ihrer Promotion untersuchte sie die Auswirkungen von Multiliteralität und Dekolonialität auf den Deutschunterricht. Sie verfügt über Erfahrung als Deutschlehrerin in Sprachkursen und im Sekundarbereich. Derzeit ist sie als Dozentin im Studiengang Letras an der UNESP in Araraquara tätig. Kontakt: Lívia dos Santos Marques – livia.marques@unesp.br
- Workshop 17
- Titel: Beruf kommt früher als gedacht: Deutsch für die Arbeitswelt von Anfang an
- Sektion: B5 Deutsch für berufliche Mobilität
Kurzbeschreibung: Berufsbezogener Deutschunterricht wird häufig erst auf mittleren Niveaustufen verortet. Dieser Workshop zeigt, dass berufliche Handlungsfähigkeit bereits im Anfängerunterricht systematisch aufgebaut werden kann – auf Grundlage vorhandener Lehrwerke und ohne zusätzlichen Materialaufwand. Im Fokus stehen eine konsequent berufsbezogene Wortschatzarbeit ab A1 sowie handlungsorientierte Szenarien auf A2/B1-Niveau, in denen Lernende typische Situationen aus Ausbildung und Arbeitsalltag bewältigen. So werden sprachliche Progression und berufliche Orientierung miteinander verbunden und parallel entwickelt – für Jugendliche in der Berufsausbildung ebenso wie für Erwachsene, die neu in den deutschsprachigen Arbeitsmarkt einsteigen möchten. In diesem interaktiven 90-minütigen Workshop erleben die Teilnehmenden durch die Simulation von Unterrichtsaktivitäten selbst einen Perspektivwechsel: Berufsorientierung erweist sich nicht als zusätzlicher Unterrichtsinhalt, sondern als integrativer Bestandteil des Sprachlernprozesses von Beginn an. Der Beitrag stellt übertragbare Unterrichtsstrategien vor, die Lernmotivation fördern, berufliche Perspektiven sichtbar machen und Lernende frühzeitig auf Mobilität und Beschäftigungsfähigkeit im deutschsprachigen Arbeitskontext vorbereiten. Die Teilnehmenden entwickeln dabei konkrete Ansätze, um berufsbezogene Lernziele unmittelbar in ihre eigene Unterrichtspraxis zu integrieren.
Biographie:
Susanne Schneider studierte und forschte an der Freien Universität Berlin, der Scuola Normale Superiore di Pisa, der University of Oxford sowie der Università Ca‘ Foscari Venezia. Aus Leidenschaft für die Praxis spezialisierte sie sich als DaF-Trainerin, Fortbildnerin und Autorin. Mit dem Cornelsen Verlag steht sie Lehrkräften weltweit durch Fortbildung und Beratung zur Seite. Sie ist auch als DLL-Trainer*innen-Ausbildnerin und DLL-Trainerin tätig. Kontakt: susanne.schneider@cornelsen.de
- Workshop 18
- Titel: Aber bitte nicht alter Wein in neuen Schläuchen – KI sinnvoll und handlungsorientiert einsetzen
- Sektion: A1 Künstliche Intelligenz in Deutschlehr-/-lernkontexten, A2 Deutsch lernen mit digitalen Medien: multimodal, kollaborativ, mobil, B3 Deutsch für Erwachsene
Kurzbeschreibung: KI hält zunehmend Einzug in den DaF-Unterricht. Doch wie lässt sie sich so einsetzen, dass sie mehr ist als eine digitale Spielerei? Der Workshop zeigt, wie KI sinnvoll in handlungsorientierte Unterrichtsszenarien integriert werden kann – mit einem besonderen Fokus auf Schreibaufgaben und Wortschatzarbeit auf einem klar definierten Kompetenzniveau. Es wird demonstriert, wie Lernende KI nutzen können, um Texte zu planen, zu strukturieren und zu überarbeiten. Dabei steht nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern die sprachliche Handlung. KI dient als Unterstützung bei authentischen Schreibaufgaben, etwa beim Verfassen von E-Mails oder kurzen Texten in authentischen Alltagssituationen – natürlich abhängig vom jeweiligen Sprachniveau. Diese Verbindung von KI mit konkreten Inhalten und Lehrwerksmaterialien ermöglicht beispielsweise die Plattform allango von Klett. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Ideen und direkt einsetzbare Aufgabenformate, um KI didaktisch sinnvoll und lernzielorientiert in ihren Unterricht zu integrieren.
Biographie:
Dr. Isabel Hoffmann ist als Beraterin und Fortbildnerin für KI, Digitalisierung und Didaktik in DaF für den Ernst Klett Sprachen Verlag tätig. Sie promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München zu „XR und Embodied Cognition im Sprachunterricht“ und war dort mehrere Jahre an den Instituten für DaF sowie Deutschdidaktik/DaZ wissenschaftliche Mitarbeiterin. Als Freelancerin realisiert sie Projekte mit dem Schwerpunkt XR, KI sowie Sprach- und Kulturarbeit in Kooperation mit verschiedenen Institutionen. Kontakt: info@sprache-hoffmann-isabel.de
- Workshop 19
- Titel: KI im Deutschunterricht: Innovative Möglichkeiten für Lehrkräfte
- Sektion: A1
Kurzbeschreibung: Die Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert zunehmend unsere Bildungslandschaft und bietet im Sprachenunterricht enorme, oft noch ungenutzte Potenziale. Dieser Workshop lädt Deutschlehrerinnen und -lehrer ein, gemeinsam die vielfältigen Möglichkeiten zu entdecken, wie KI-Tools den modernen Deutschunterricht bereichern und effizienter gestalten können. Wir konzentrieren uns auf praxisnahe Anwendungen, die den Lernprozess optimieren und die Motivation der Schülerinnen und Schüler spürbar steigern. Erfahren Sie, wie Sie KI zur Erstellung personalisierter Übungsaufgaben nutzen können, beispielsweise für die Grammatikwiederholung oder Wortschatzerweiterung, die sich individuell an das Niveau der Lernenden anpassen. Entdecken Sie intelligente Feedback-Systeme für Schreibaufgaben, die nicht nur Fehler identifizieren, sondern auch Verbesserungsvorschläge machen, oder Tools zur automatischen Ausspracheanalyse und -verbesserung. Wir beleuchten zudem, wie KI-basierte Sprachmodelle kreative Impulse für Rollenspiele oder Textproduktionen geben können. Ziel dieses Workshops ist es, den Teilnehmenden nicht nur einen Überblick über zugängliche und benutzerfreundliche KI-Ressourcen zu geben, sondern auch konkrete Strategien für deren didaktisch sinnvollen und kritisch reflektierten Einsatz zu vermitteln. Wir möchten Sie befähigen, die Vorteile der KI zu nutzen, um Ihren Deutschunterricht interaktiver, differenzierter und schülerzentrierter zu gestalten. Entdecken Sie mit uns die Zukunft des Sprachenlernens!
Biographien:
Nora Machalous promoviert in Germanistik an der USP mit Schwerpunkt auf dem Einsatz von KI im Fremdsprachenunterricht. Sie verfügt über einen Abschluss in Letras (Portugiesisch/Deutsch) und zwei Master: in Psychopädagogik (bilinguale Alphabetisierung) sowie in Bildungswissenschaften (digitale Technologien in DaF). Ihre Forschung verbindet Sprachdidaktik, Bildungstechnologie und Künstliche Intelligenz. Damit fördert sie innovative Lehr-Lern-Prozesse. Ziel ist die Weiterentwicklung des Deutschunterrichts als Fremdsprache. Kontakt: nora.machalous@humboldt.com.br
Luana Kern ist Absolventin der Studiengänge Biologische Wissenschaften sowie Portugiesisch/Deutsch (Lehramt) und arbeitet als Lehrerin für Naturwissenschaften und Deutsch im Kontext bilingualer Bildung. Sie koordiniert den Deutschsprachigen Fachunterricht (DFU) und verfügt über Erfahrung in curricularer Planung sowie in der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für mehrsprachige Lernkontexte. Derzeit absolviert sie eine Spezialisierung im Bereich Neurowissenschaften und Verhalten. Ihre Interessen liegen in den Bereichen Lernprozesse, Kognition und Bildung. In ihrer Arbeit verbindet sie naturwissenschaftliche Fachdidaktik mit bilingualer und mehrsprachiger Bildung. Kontakt: luana.kern@humboldt.com.br
- Workshop 20
- Titel: Deutsch im Escape Room: Gamifizierte Aufgaben für den DaF-Unterricht
- Sektion: B2 Deutsch für Jugendliche, B3 Deutsch für Erwachsene
Kurzbeschreibung: Dieser Workshop stellt eine didaktische Aktivität im Format eines Escape Rooms für den DaF-Unterricht vor. Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, wie spielbasierte und problemorientierte Lernformen den integrierten Ausbau sprachlicher Kompetenzen fördern und gleichzeitig die Motivation der Lernenden erhöhen können. Darüber hinaus sollen Lehrkräfte praktische Strategien kennenlernen, um Wortschatz, grammatische Strukturen und mündliche Interaktion in kommunikativ sinnvollen Kontexten zu vermitteln. Die vorgestellten Aufgaben sind so konzipiert, dass sie je nach Lernniveau angepasst und in unterschiedlichen Unterrichtssituationen eingesetzt werden können. Methodisch basiert der Workshop auf der Simulation eines pädagogischen Escape Rooms im Klassenraum. Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen und lösen eine Reihe von Aufgaben, die verschiedene Fertigkeiten einbeziehen, darunter Leseverstehen, Hörverstehen sowie kurze dialogische Sprechhandlungen. Grammatische und lexikalische Elemente werden in die Aufgaben integriert und können je nach Lernstand variiert werden. Die Aufgaben sind in eine motivierende Handlung eingebettet, etwa die Suche nach einem verlorenen Zugticket oder einem verschwundenen Schlüssel. Die Stationen enthalten Hinweise und sprachliche Rätsel, die nacheinander gelöst werden müssen. Die Aktivität lässt sich mit einfachen Materialien wie Umschlägen, Karten und im Raum versteckten Gegenständen durchführen und kann daher leicht an unterschiedliche schulische Kontexte angepasst werden. Als Ergebnis sollen Lehrkräfte befähigt werden, gamifizierte Unterrichtssequenzen zu planen und umzusetzen, die kooperatives Lernen, aktive Beteiligung und authentischen Sprachgebrauch fördern.
Biographie:
Adriana Fernandes Barbosa ist Juniorprofessorin für Deutsch an der Universidade de Brasília. Sie promovierte in Angewandter Linguistik an der Universidade Federal de Minas Gerais. Ihre Schwerpunkte sind Multimodalität und technologievermitteltes Lernen. Seit 2023 ist sie Deutsch-Expertin bei Idiomas sem Fronteiras und Regionalkoordinatorin des BraDLV im Centro-Oeste. Kontakt: adriana.barbosa@unb.br
Renata Portella studierte Portugiesisch und Deutsch auf Lehramt an der Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ). Sie erwarb eine Spezialisierung und einen Master in Angewandter Linguistik. Seit 2020 ist sie Deutschlehrerin für Jugendliche an der CIL 1 de Brasília, einer PASCH-Schule. Kontakt: renata.portella@edu.se.df.gov.
HOCHSCHUL-/ERWACHSENENBEREICH
- Workshop 21
- Titel: Mindset Resilienz: Die neue Lernkompetenz unserer Zeit
- Sektion: B6 Aus- und Fortbildung
Kurzbeschreibung: In einer Welt zunehmender Komplexität ist die Entwicklung von Resilienz keine bloße Zusatzqualifikation mehr, sondern eine essenzielle neue Lernkompetenz. Diese Präsentation vermittelt, wie durch die bewusste Ausbildung einer neuen inneren Haltung psychische Widerstandskraft nachhaltig verankert werden kann.
Methodik: Das Konzept stützt sich maßgeblich auf die Salutogenese nach Aaron Antonovsky. Im Zentrum steht das Kohärenzgefühl: Die Überzeugung, dass Herausforderungen verstehbar, handhabbar und sinnvoll sind. Ein wesentlicher Kerngedanke ist dabei, dass Resilienz nicht rein theoretisch erlernt wird, sondern durch die erfolgreiche Bewältigung von Problemen und das bewusste Reflektieren dieser Erfahrungen wächst. Die Veranstaltung ist als interaktiver Prozess aufgebaut: 1. Aktivierung: Gemeinsame Definition des Resilienzbegriffs und Analyse der aktuellen Relevanz. 2. Definition: Theoretische Prinzipien der Salutogenese werden vermittelt und im Bewusstsein fixiert. Kernpunkt ist das Kohärenzgefühl: Je stärker wir daran glauben, Probleme lösen zu können, desto resilienter werden wir. (Es wird eine Gruppendynamik durchgeführt, die Resilienz bei allen Teilnehmenden spürbar macht.) 3. Ressourcenarbeit: Identifikation individueller Kompetenzen (z. B. Achtsamkeit, Empathie) durch einen gezielten Austausch (Partnerübung) über bereits bewältigte Krisen. 4. Abschluss: Reflexion über die Voraussetzungen seelischer Gesundheit und die Ableitung konkreter Förderstrategien für die Resilienz von Kindern. Der Workshop schließt mit einer kooperativen Dynamik ab, die Empathie und Problemlösungskompetenz praktisch festigt. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, Resilienz als dynamischen Prozess zu begreifen und diese aktiv in ihren Alltag sowie in die pädagogische Arbeit zu integrieren.
Biographie:
Alexandra Thaler Cuevas arbeitet seit 2021 als Ortslehrkraft im Kindergartenbereich an der Deutschen Schule Porto Seguro . Davor war sie als Integrationserzieherin im Fröbel Kindergarten Inselkinder in Berlin tätig. Sie arbeitet seit ca. 17 Jahren als Erzieherin im Elementarbereich. Außerdem ist sie gelernte Resilienztherapeutin am Institut für Entspannung und Kommunikation, Berlin; Verhaltensanalyse-Expertin (Institut Andre Kaercher), Brasilien; und aktuell macht sie eine Ausbildung als Familienberaterin am Instituto Eduque Bem, Brasilien. Kontakt: aleja.cuevas2018@gmail.com
- Workshop 22
- Titel: Strategien zum Unterrichten der Aussprache des Deutschen als Fremdsprache durch den Einsatz von deutschen Liedern
- Sektion: A5 Ästhetisches und kreatives Deutschlernen mit verschiedenen Medien
Kurzbeschreibung: Der Einsatz von Musik im Fremdsprachenunterricht bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und kann zur Bearbeitung verschiedener Themen im Zusammenhang mit Wortschatz, grammatikalischen Strukturen, Hörverständnis und auch zur Arbeit an der Aussprache genutzt werden. In diesem Sinne sollen in diesem Workshop auf der Grundlage der Erfahrungen mit dem Erweiterungsprojekt „Alle singen Deutsch – Labor für deutsche Aussprache” (2019-2022), das gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Germanistik der UFPA entwickelt wurde, einige theoretisch-methodische Aspekte des Deutschlernens durch die Arbeit mit deutschen Liedern vorgestellt werden. Zu diesem Zweck umfassten die Aktivitäten des Projekts wöchentliche Workshops zu deutschen Liedern, die sich mit der Aussprache, dem Wortschatz und dem soziokulturellen Kontext, in dem die Lieder entstanden sind, befassten. Es handelte sich um einen didaktischen und kreativen Ansatz, der trotz seiner Entwicklung während der Pandemie positive Ergebnisse brachte, da der Wunsch nach pädagogischem Eingreifen die Vertrautheit mit verschiedenen Medien (wie WhatsApp, Facebook, Instagram) und Technologien förderte, um verschiedene und neue Möglichkeiten für das Lehren und Lernen der deutschen Sprache zu schaffen. Daher zielt der Workshop auch darauf ab, einige Richtlinien für den Einsatz von Musik im Deutschunterricht aufzuzeigen, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Phonetik und Phonologie in der pädagogischen Praxis.
Biographien:
Cristiane Schmidt ist Dozentin an der Fakultät für Kunst, Literatur und Kommunikation und im Sprachprogramm, insbesondere im Rahmen des Deutschunterrichts, an der Bundesuniversität Mato Grosso do Sul (UFMS). Außerdem forscht sie im Bereich Soziolinguistik im Kontext des Sprachunterrichts und ist Mitglied des Postgraduiertenprogramms in Linguistik an der Bundesstaatlichen Universität Mato Grosso (UNEMAT), wo sie Master- und Promotionsarbeiten betreut. Sie studierte Deutsch/Portugiesisch auf Lehramt am IFPLA (Unisinos). Ihre Promotion absolvierte sie an der Bundesstaatlichen Universität Oeste do Paraná (Unioeste), wo sie einige Lehrwerke untersuchte, die im Kontext der Ausbildung von Deutschlehrenden an brasilianischen Universitäten verwendet werden. Kontakt: cristiane_schmidt@ufms.br
Hosana Ramos schloss ihr Studium an der Fakultät für moderne Fremdsprachen mit einem Abschluss in Deutsch an der Bundesuniversität von Pará (UFPA) ab. Sie ist Masterstudentin im Postgraduiertenprogramm in Linguistik an der Bundesstaatlichen Universität von Cáceres (UNEMAT). Sie interessiert sich für Linguistik, Soziolinguistik und Phonetik der deutschen Sprache. Außerdem hat sie Erfahrung in der universitären Weiterbildung, wie zum Beispiel im Projekt „ASINGER – Alle Singen German (Aussprachelabor)“, das sich mit der Phonetik und Prosodie der deutschen Sprache beschäftigt.
- Workshop 23
- Titel: Szenarien im DaF-Unterricht für Fachkräfte – Sprachliche Vorbereitung auf das Ankommen in Deutschland
- Sektion: B5 Deutsch für berufliche Mobilität
Kurzbeschreibung: Dieser Workshop widmet sich der Frage, wie internationale Fachkräfte gezielt auf die sprachlichen und kommunikativen Anforderungen ihrer ersten Phase in Deutschland vorbereitet werden können. Im Zentrum steht die Szenario-Methode als handlungsorientierter Ansatz. Nach einer kompakten Einführung in die theoretischen Grundlagen und didaktischen Voraussetzungen der Methode erleben die Teilnehmenden des Workshops ein exemplarisches Szenario aus der Perspektive der Lernenden. Thematisiert werden typische Herausforderungen wie die Anmeldung im Bürgeramt und die Eröffnung eines Bankkontos. Im zweiten Teil reflektieren die Teilnehmenden über das didaktische Potenzial des Ansatzes und entwickeln eigene praxisnahe Szenarien. Dabei wird der Einsatz von KI-gestützten Tools zur Materialerstellung, Differenzierung und Simulation von Dialogen erprobt. Ziel des Workshops ist es, Lehrkräfte zu befähigen, ihre Lernenden nicht nur sprachlich, sondern auch strategisch auf administrative Prozesse und alltagspraktische sowie berufliche Anforderungen im Kontext der Migration nach Deutschland vorzubereiten.
Biographien:
Anna Carolina Schäfer ist Deutschlehrerin am Goethe-Institut São Paulo und promovierte in Deutscher Sprache und Literatur an der Universidade de São Paulo (USP). Sie ist Vorsitzende der APPA – Verband der Deutschlehrer*innen des Bundesstaates São Paulo. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Deutsch als Fremdsprache mit Fokus auf handlungsorientiertem Unterricht in Fachkräftekursen sowie auf berufsbezogener Migration nach Deutschland. Kontakt: anna.schaefer@goethe.de
Henrique Silva Moraes ist Deutschlehrer am Goethe Institut São Paulo und Promovierender in Deutscher Sprache und Literatur an der Universität São Paulo. In den vergangenen Jahren konnte er wertvolle Erfahrung mit Deutschkursen für Pflegekräfte sammeln. Im didaktisch-methodischen Bereich interessiert er sich zurzeit insbesondere für den Einsatz von Szenarien, Spielen und Literatur im DaF-Unterricht.
- Workshop 24
- Titel: Deutschsprachliche Herausforderungen in der Pflegeausbildung
- Sektion: B5 Deutsch für berufliche Mobilität und B6 Aus- und Fortbildung
Kurzbeschreibung: Um auf den Pflege-Fachkräftebedarf in Deutschland zu reagieren, werden in Deutschland international Auszubildende zur Pflegefachkraft angeworben. Die generalistische Pflegeausbildung dauert in Deutschland in der Regel drei Jahre und ist dual ausgerichtet. Das bedeutet, dass sie in einen theoretischen Teil an der Pflegeschule und einen praktischen Teil im Ausbildungsbetrieb (Krankenhaus, Altenheim, ambulante Pflege, Kinderkrankenpflege und psychiatrische Pflege) unterteilt ist. Die internationalen Pflegeauszubildenden beginnen ihre Ausbildung in Deutschland meist mit Deutschkenntnissen auf dem B1-Niveau, manchmal auch auf B2-Niveau des GER. Häufig stellt sich im Laufe der Ausbildung heraus, dass diese Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um dem Unterricht am Lernort Pflegeschule und den Praxisanweisungen am Lernort Pflegepraxis zu folgen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die allgemeinsprachlichen B1- und B2-Deutschkurse, die die Auszubildenden vor ihrer Migration nach Deutschland besuchen, sie häufig nicht ausreichend auf die sprachliche Realität in der Pflegeausbildung vorbereiten. In diesem Workshop nehmen wir die deutschsprachlichen Anforderungen in der Pflegeausbildung an den beiden Lernorten Pflegeschule und Pflegepraxis in den Blick und erarbeiten gemeinsam Ansätze, wie Lernende bereits im Rahmen der sog. Vorintegration gezielter auf die deutschsprachlichen Anforderungen in der Pflegeausbildung vorbereitet werden können.
Biographie:
Constanze Niederhaus ist Professorin für Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit an der Universität Paderborn. Einer ihrer Schwerpunkte in Forschung und Lehre ist Deutsch für den Beruf. Hier ist sie an verschiedenen Forschungs- und Lehrprojekten beteiligt, u. a. im Bereich „Deutsch für die Pflege“. Weitere Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte von Constanze Niederhaus liegen in den Bereichen Mehrsprachigkeit, Sprachbildung im Fachunterricht sowie Professionalisierung von Lehrkräften. In ihrer Arbeit setzt sie sich auch mit Fragen von Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und dem Umgang mit sprachlicher Diversität auseinander. Kontakt: constanze.niederhaus@uni-paderborn.de
- Workshop 25
- Titel: DLL und/oder Dhoch3: Zwischenbilanz und Perspektiven
- ektion: B4 Deutsch in akademischen Kontexten, B6 Aus- und Fortbildung
Kurzbeschreibung: Mit DLL und Dhoch3 stehen seit mehr als zehn Jahren zwei Programme zur Verfügung, die für sich in Anspruch nehmen, die Aus- bzw. Fortbildung von Deutsch-Lehrkräften in aller Welt zu unterstützen. Sie verfolgen dabei sehr unterschiedliche Ansätze, sowohl mit Blick auf die Auswahl der Inhalte als auch hinsichtlich der didaktischen Umsetzung. Der großen Verbreitung und Bedeutung dieser beiden Programme kontrastiert dabei das Fehlen einer umfassenden Fachdebatte. Deren Notwendigkeit wird umso offensichtlicher, je stärker beide Programme in die universitäre Ausbildung weltweit integriert werden und sich dadurch Doppel- bzw. sogar Konkurrenzstrukturen etablieren. In der Arbeitsgruppe sollen die Programme gemeinsam in den Blick genommen und hinsichtlich ihrer Ansätze, konzeptuellen Grundlagen, Themen und Zielsetzungen sowie ihrer Wirkungen und ihrer Akzeptanz untersucht und diskutiert werden; mit Schwerpunkt auf Brasilien/Lateinamerika. Wie werden die Programme wahrgenommen? In welchen Kontexten kommen sie zum Einsatz? Welche Erfahrungen werden mit ihnen gemacht? Wie könnten/sollten sie weiterentwickelt werden? Weitere Fragen können selbstverständlich hinzukommen. Der Workshop ist Teil der Vorbereitung eines Themenhefts der Zeitschrift Info DaF, das der vergleichenden Diskussion der beiden Programme gewidmet sein wird. Er richtet sich an Fachvertreter:innen und Lehrende, die sich für die beiden Programme interessieren, mit ihnen arbeiten, an ihrer Entwicklung beteiligt sind.
Biographie:
Dr. Michael Dobstadt ist DAAD-Lektor in Asunción/Paraguay. Von 2017 bis 2024 vertrat er die Professur für Deutsch als Fremdsprache an der TU Dresden. Er ist Mitentwickler des Dhoch3-Moduls 10 „Literatur, ästhetische Medien und Sprache in Deutsch als Fremdsprache‟. Zusammen mit Dr. Renate Riedner (Masaryk-Universität/Brno) arbeitet er an einer „Didaktik der Literarizität für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache‟. Kontakt: michael.dobstadt@daad-lektorat.de
Dr. Christian Ernst ist DAAD-Lektor in São Paulo/Brasilien. Kontakt: ernst@usp.br
- Workshop 26
- Titel: Fortbildung für den DaF-Unterricht: Sprachlernbewusstheit fördern mit Dhoch3-Materialien
- Sektion: B6 – Aus- und Fortbildung
Kurzbeschreibung: Im Workshop sollen mit ausgewählten Materialien aus dem DAAD-Programm Dhoch3 Möglichkeiten erkundet werden, die Sprachlernbewusstheit von Lehrenden und Lernenden von DaF als Folgefremdsprache zu fördern, indem: A) die Erstellung und Arbeit mit Sprachlernbiografien kennengelernt wird; B) gängige Mehrsprachigkeitsmodelle erkundet werden und deren Bedeutung für Lernszenarien; C) Übungen zur Förderung der Sprachbewusstheit und der Sprachlernbewusstheit ausprobiert werden; D) die Rolle der Sprach(lern)bewusstheit im Deutschunterricht diskutiert wird. Teilnehmende sammeln damit auch Erfahrungen, wie Dhoch3-Angebote flexibel und bedarfsgerecht ausgewählt, genutzt und angepasst werden können. Zielgruppe des Workshops sind erfahrene Deutschlehrer*innen mit Master oder promovierte Lehrkräfte, die neue Deutschlehrer*innen für die Schule in einem Zweitstudium ausbilden möchten (Multiplikator*innen) oder in der Lehrerfortbildung aktiv sind. Weitere Interessenten, die mehr über Sprachlernbewusstheit bzw. die flexible Nutzung von Dhoch3-Materialien für die Aus- und Fortbildung von DaF-Lehrkräften erfahren möchten, sind willkommen.
Biographien:
Nach Magisterstudium (DaF, Germanistik und Soziologie) und Promotion in DaF sowie Habilitation in Sprachlehrforschung ist Prof. Dr. Claudia Riemer seit 2002 Professorin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Bielefeld. Sie engagiert sich für die Weiterentwicklung der akademischen Deutschlehrerausbildung (z. B. Dhoch3) und Förderung von jungen Wissenschaftler*innen. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Sprachlehr- und -lernforschung, Didaktik Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Forschungsmethodologie in der empirischen Fremdsprachenforschung sowie Lehrerbildungsforschung im Bereich DaF und DaZ. ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0003-1064-227X /
https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=73152/
Giovanna Chaves absolvierte ein Studium in Portugiesisch und Deutsch, einen binationalen Master (Curitiba-Leipzig) und promovierte im Bereich der Deutschlehrer*innenbildung an der UFPR. Nach zwei Jahren Lehrtätigkeit in Deutsch an der UFPR arbeitet sie seit 2020 an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der UFF in der Ausbildung von Portugiesisch- und Deutschlehrkräften. Sie ist an der Ausbildung von Englischlehrkräften im Rahmen eines Zweitstudiums in Deutsch als Fremdsprache sowie an der Fortbildung von Ausbilder:innen des Zweitstudiums beteiligt. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Aus- und Fortbildung von Deutschlehrkräften in Brasilien sowie des Deutschunterrichts im brasilianischen Schulkontext. Lattes: http://lattes.cnpq.br/5864533868493295
ALLE BEREICHE
- Workshop 27
- Titel: Sprechangst abbauen – mündliche Beteiligung in diversen Lerngruppen fördern
- Sektion: A3 Inklusion und Diversität
Kurzbeschreibung: Mündliche Beteiligung ist ein zentraler Schlüssel zu erfolgreichem Sprachenlernen – und zugleich eine der größten Barrieren für viele Lernende. Sprechangst ist auch eine Herausforderung in heterogenen und diversen Lerngruppen, in denen unterschiedliche sprachliche Vorerfahrungen, Lernbiografien und Lernstile aufeinandertreffen. Der Workshop zeigt praxisnah, wie man Sprechangst reduziert und die mündliche Kompetenz gezielt stärkt. Nach einem kurzen Input zur Entstehung von Sprechangst werden niedrigschwellige, angstsenkende Aktivitäten vorgestellt und auch erprobt: gestufte Sprechanlässe, kontrollierte Öffentlichkeit, Chunks und Routinen als sprachliche Unterstützung sowie kooperative Aufgabenformate, um die Sprechangst zu minimieren. (Hueber Verlag)
Biographie:
Prof. Dr. Marion Grein ist Linguistin und Sprachdidaktikerin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie leitet den Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache und forscht zu Sprachlehrforschung, Fokus: Neurodidaktik, kulturreflexivem Lernen, sprachlicher Förderung und Künstlicher Intelligenz. Sie ist u. a. Beraterin des BAMF, der ZfA und des Hueber Verlags. Kontakt: grein@uni-mainz.de
- Workshop 28
- Titel: Vorhang auf! Theaterpädagogik und kreatives Spiel im DaF-Unterricht
- Sektion: A5 Ästhetisches und kreatives Deutschlernen mit verschiedenen Medien
Kurzbeschreibung: Möchten Sie Ihren Unterricht lebendiger gestalten und Ihre Schülerinnen und Schüler zum Sprechen und in Bewegung bringen? In diesem Workshop tauchen wir in die Welt der Theaterpädagogik ein und entdecken, wie wir den Klassenraum zur Bühne machen. Zunächst geht es darum, die wichtigsten theatralen Mittel kennenzulernen: Stimme, Körper, Bewegung, Raum. Die vorgestellten Übungen dazu lassen sich im Unterricht als kurze Energizer zur Auflockerung einsetzen, als Vor-Übungen im Rahmen größerer Theaterprojekte, aber auch als gezieltes Training für unterschiedliche sprachliche Fertigkeiten. Im Weiteren steht dann im Fokus, wie die Lernenden spannende Geschichten entwickeln und mit Techniken des kreativen Schreibens und des Improvisationstheaters selbst eigene Szenen gestalten können. Dafür stelle ich auch eine praxiserprobte Übungssequenz vor, mit der Sie Lernende auf allen Sprachniveaus Schritt für Schritt anleiten können, Dialoge und Szenen zu schreiben und diese auf die Bühne zu bringen – direkt umsetzbar in Ihrem Unterricht. Bei der Zielgruppe der Lernenden liegt ein Schwerpunkt auf dem Sekundarbereich und der Erwachsenenbildung, die meisten Übungen sind aber auch für den Primarbereich gut geeignet.
Biographie:
Urs Luger lebt als freier Autor (u. a. für den Hueber Verlag und das Goethe-Institut) in Wien und wo immer es ihn auf der Welt hinverschlägt. Nach langjähriger Unterrichtstätigkeit in verschiedenen Ländern an Universitäten, Schulen und in der Erwachsenenbildung leitet er heute international Fortbildungen und Workshops mit Schwerpunkten auf kreativem Schreiben in seinen vielfältigen Facetten, KI und Gamification sowie Theater. Kontakt: u.luger@gmx.at
- Workshop 29
- Titel: „Weil Deutsch nicht meine Muttersprache ist, muss ich zugeben, dass ich mich manchmal ziemlich unsicher fühle.“ – DaF-Lehrpersonen jenseits des „native speaker“-Ideals
- Sektion: A3 Inklusion und Diversität und A6 Kritischer Deutschunterricht
Kurzbeschreibung: In vielen Bildungszusammenhängen erfolgt weiterhin eine Kategorisierung von Sprachlehrpersonen entlang der Etiketten „native speaker“ und „non-native speaker“. Mit diesen gehen häufig implizite Hierarchien und Zuschreibungen einher, die „Muttersprachlichkeit“ mit höherer sprachlicher und didaktischer Kompetenz gleichsetzen. Solche Diskurse können Unsicherheiten, Legitimationsdruck und Selbstzweifel bei Lehrpersonen verstärken. Der Workshop greift Ergebnisse eines laufenden Dissertationsprojekts auf, in dem untersucht wird, wie sich das „native speaker“-Ideal in den subjektiven Sichtweisen von DaF-Lehrkräften aus unterschiedlichen Bildungsbereichen in Brasilien – vom Primarbereich bis zur Hochschul- und Erwachsenenbildung – widerspiegelt (Polizio, i. V.). Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein für sprachideologische Annahmen rund um „Muttersprache“ und „native speaker“ zu fördern und darauf aufbauend Strategien professioneller Selbstermächtigung zu entwickeln. Nach einem kurzen forschungsbasierten Impuls arbeiten die Teilnehmenden mit anonymisierten Fokus-Gruppen- und Interviewausschnitten, reflektieren eigene Sprachbiografien und analysieren typische native-speakeristische Zuschreibungen im DaF-Bereich. In einer ressourcenorientierten Phase reflektieren die Teilnehmenden ihre Kompetenzen als Deutschsprecher*innen und Lehrpersonen und entwickeln daraus konkrete Handlungsperspektiven für den Unterricht. Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte aller Bildungsbereiche. Arbeitssprache ist Deutsch; im Sinne des Themas sind mehrsprachige Beiträge ausdrücklich willkommen und können gemeinsam vermittelt werden.
Biographie:
Daniele Polizio ist Mitarbeiter am Institut für Inklusive Pädagogik der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Zuvor war er Universitätsassistent am Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache der Universität Wien, wo er derzeit seine Doktorarbeit verfasst, sowie bis März 2022 DAAD-Sprachassistent an der Universidade de São Paulo in Brasilien. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen der DaF/DaZ-Lehrer*innenbildung, der subjektiven Sichtweisen von Fremdsprachenlehrenden sowie der bildungs- und sprachenpolitischen Aspekte von DaF/DaZ. Kontakt: daniele.polizio@ph-ooe.at
- Workshop 30
- Titel: Ideen für den DaF-Online-Unterricht: interaktiv, effektiv und motivierend.
- Sektion: A5 Ästhetisches und kreatives Deutschlernen mit verschiedenen Medien
Kurzbeschreibung: Der Online-Unterricht ist längst kein Notfallmodell mehr, sondern eine eigenständige und kreative Unterrichtsform. In diesem Workshop entdecken wir praxisnahe Strategien, um den digitalen DaF-Unterricht lebendig, interaktiv und lernwirksam zu gestalten. Im Fokus stehen Mikro-Engagement, gezielte Interaktion, sinnvolle Tool-Nutzung und der bewusste Einsatz von Stimme, Präsenz und Emotion. Anhand konkreter Beispiele und einer kurzen Live-Demonstration erleben die Teilnehmenden, wie Online-Unterricht nicht nur funktioniert, sondern begeistern kann.
Biographie:
Luciane Genehr ist Deutschlehrerin mit langjähriger Erfahrung im Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) für Lernende der Grund- und Mittelstufe. Lehramtsstudium am IFPLA (Unisinos). Zertifizierte Prüferin für DSD I und DSD II (Gold). Seit drei Jahren mit ausschließlichem Fokus auf Online-Unterricht. Kontakt: luciane.genehr@gmail.com
- Workshop 31
- Titel: Die Minderheitensprachen als Brückensprachen
- Sektion: A4 Sprachenpolitik und Plurilingualität
Kurzbeschreibung: Aus der sprachwissenschaftlichen Sicht sind die deutschsprachigen Minderheiten, die in vielen Ländern der Erde vertreten sind, ein faszinierendes Fachgebiet für Forscher:innen. Auch für brasilianische Familien und Gemeinden spielen die Minderheitensprachen immer noch eine wichtige Rolle nicht nur für die alltägliche Kommunikation, sondern auch für soziale Beziehungen sowie für die Identitätsbildung, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass das 200-jährige Jubiläum der deutschen Einwanderung in Brasilien 2024 gefeiert wurde. In diesem Sinn kommt es infrage bei uns Deutschlehrer:innen, welche Bedeutung das Standarddeutsche und die Minderheitensprache in der Schule für die jungen Leute bzw. Schüler:innen haben. In diesem Workshop werden wir uns mit praktischen Aktivitäten beschäftigen, die für den schulischen Kontext konzipiert wurden. Unsere Ziele sind, das vorhandene Sprachrepertoire der Lernenden beim Erwerb des Standarddeutschen zu nutzen, um den Prozess effizienter zu machen, die lokale Minderheitensprache und die Mehrsprachigkeit zu fördern, sodass die Mundart an Prestige gewinnen kann.
Biographien:
Fernanda Von Mühlen hat einen Bachelor-Abschluss in Sprach- und Literaturwissenschaften – Portugiesisch/Deutsch – und Pädagogik. Sie hat einen Master-Abschluss in Angewandter Linguistik und einen Doktortitel in Sprachwissenschaften mit Schwerpunkt Soziolinguistik an der UFRGS abgelegt. Sie ist als Deutschlehrerin in der Grundschule und als Pädagogin in Ivoti tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sprachen deutscher Einwanderer mit Fokus auf den Varietäten westfälischen und hunsrückischen Ursprungs, Sprachkontakt, Sprachenpolitik, Sprachvariation und Sprachwandel.
Gisleia Simone Devantier Blank Mülling hat einen Master in Sprach- und Literaturwissenschaft (UFPel, Brasilien) und beschäftigt sich derzeit mit der Doktorarbeit an der Universität Potsdam (Deutschland) zum Thema Variabilität im Erwerb des Pomerano. Sie engagiert sich für die Sichtbarmachung des Pomerano sowie für die Einbindung der Sprecher*innengemeinschaft in Aktivitäten zur Förderung des Sprachgebrauchs.
Daiane Mackedanz ist Deutschlehrkraft und arbeitet heute als Dozentin an der PUCRS in Porto Alegre. Sie erwarb ihren Masterabschluss an der UFPel und promovierte an der UFRGS, beides im Bereich der Sprachwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Pomerano, die deutschen Minderheitensprachen, Sprachkontakt, Sprachvariation, Sprachwandel und Lexik. Kontakt: daiane.mackedanz@gmail.com
- Workshop 32
- Titel: Vergangenheit, Kolonialität, schwarze Autorenschaft und Klassenzimmer: kritische Bildung im Deutschunterricht
- Sektion: A6 Kritischer Deutschunterricht
Kurzbeschreibung: Dieser Workshop bietet auf der Grundlage der Kritischen Angewandten Linguistik eine Reflexion darüber, wie die deutsche Kolonialvergangenheit und die Literatur schwarzer Autor*innen zu einer vielfältigen und diskursiv bewussteren Lehrendenbildung beitragen können. Im Rahmen der Deutschlehrendenausbildung werden diese Themen häufig marginalisiert und daher selten im Deutschunterricht behandelt. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Sprachunterricht eine soziale Praxis ist, die von Machtverhältnissen, Erinnerung und Repräsentation geprägt ist. Nach einer theoretischen Einführung zu Kolonialität und Diskurs analysieren die Teilnehmenden in Gruppen Auszüge von Carolina Maria de Jesus, Cidinha da Silva, Jackie Thomae und Josephine Apraku. Die Auswahl von afro-brasilianischen und afro-deutschen Stimmen unterschiedlicher Generationen ermöglicht einen Dialog über Kolonialität, Zugehörigkeit und sprachliche Selbstpositionierung im deutschsprachigen Diskursraum. Deswegen ermöglichen sie transnationale Schwarze Perspektiven und bilden einen historischen Dialog zwischen Brasilien und Deutschland. Anhand der ausgewählten Texte wird diskutiert, wie sprachliche Entscheidungen in der Übersetzung Identitätskonstruktionen und enunciative Positionierungen auslöschen oder hervorheben können. Anschließend werden unmittelbar anwendbare didaktische Aktivitäten entwickelt, die auf kritische Lese- und Schreibkompetenz und die Problematisierung hegemonialer Erzählung ausgerichtet sind. Der Workshop endet mit Darstellungen der erstellten Materialien und einer Reflexion über unsere Lehrendenaus- und Weiterbildung. Die Teilnehmer*innen erhalten Strategien, um Sprache, Literatur und Geschichtsbewusstsein aus einer kritischen Perspektive in den eigenen Unterricht anzuwenden.
Biographien:
Raquel Alves dos Santos Nascimento ist Dozentin im Bereich Deutsch an der UNESP-Araraquara. Sie promovierte in Übersetzungswissenschaft an der Universidade de São Paulo (USP) und war von 2019 bis 2020 DAAD/CAPES-Stipendiatin an der Universität Leipzig. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Angewandten Linguistik mit Fokus auf Deutsch als Fremdsprache, insbesondere auf korpusbasierter Analyse, Übersetzung und der Rezeption brasilianischer Schwarzer Autor*innen in Deutschland.
Elaine Calça ist Deutschlehrerin und engagiert sich freiwillig beim Verband der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer des Bundesstaates São Paulo (APPA). Sie studierte Geschichte und Germanistik an der Unesp, an der USP und an der Uni Münster (Lehramt, Master, PhD) und in der Forschung beschäftigt sie sich mit der deutschen Kolonialgeschichte, Erinnerungskultur, Afrikanischer Geschichte, deutscher Sprache, Literatur und Kunst. Kontakt: elainecalca@gmail.com